3. Sieg in Folge – der EHC RedBull München steht vor dem Einzug ins Halbfinale

Der EHC ist vor gut einer Woche als klarer Favorit in die Viertelfinalspiele gegen die Fischtown Pinguins gegangen. München hat sich aber nicht nur in der Auftaktpartie schwerer getan als erwartet. Alle vier Spiele bisher waren hart umkämpft. Trotzdem winkt in Spiel 5 am Oberwiesenfeld der Einzug ins Halbfinale.

Spiele: 3:4nV., 6:3, 5:2 und 5:2, Serie: 3:1

Zu wenig Konstanz und unerwartet schlechtes Penaltykilling.

In den ersten beiden Spielen kam München jeweils wie die Feuerwehr aus der Kabine und konnte die Norddeutschen ein Drittel lang dominieren. Um später das Spiel dann mit dem ersten Gegentreffer im Mittelabschnitt wieder spannend zu machen. In Spiel 1 reichte ein 2:0 aus der Anfangsphase nicht. Bremerhaven, zwischenzeitlich sogar mit 3:2 in Führung, hat am Ende in der Verlängerung nicht unverdient gewonnen. In der zweiten Partie wurde es trotz 3:0 und 4:1 Führung auch wieder ab der 2. Spielhälfte unnötig eng. Erst als Franky Mauer Dominik Kahuns Schlenzer von der Blauen zum 5:3 ins Gehäuse abfälschte (56.), war der Serienausgleich perfekt.

Im dritten Aufeinandertreffen, wieder auf Münchner Eis, wandelte sich der typische Spielverlauf in dieser Serie. Bremerhaven konnte München früh unter Druck setzen und ging verdient mit 1:0 zum Pausentee. Im Mittelabschnitt erhöhten die Gäste bei doppelter Überzahl sogar auf 2:0 und es schien, als würden sie auch beim 2. Versuch das Heimrecht stehlen. Doch dann hatte München die richtigen Antworten. Als nur knapp zwei Minuten später Konrad Abeltshauser von der Strafbank kam, hatte der Tölzer das Auge und das Gefühl im Handgelenk, um den schon gestarteten Mauer in Szene zu setzen. Der Playofftopscorer fackelte frei vor Tomas Pöpperle nicht lange und markierte den 1:2 Anschlusstreffer. Und es fehlte ja noch ein richtig gutes Münchner Drittel. Das zeigte das Team von Don Jackson dann tatsächlich im Schlussabschnitt. Ein Konter über Seidenberg, Kahun und Hager brachte schon in der 42. den 2:2 Ausgleich. Zwei weitere Kontertore (48. / 53.), ebenfalls durch Mauer und Hager, brachten die Serienführung ein. Den Schlusspunkt zum 5:2 setze Jon Matsumoto mit einer sehenswerten Einzelleistung, als die Bremerhavener Spieler gedanklich wahrscheinlich schon im Bus zur Küste saßen.

Ein richtig gutes Drittel reicht auch in Spiel 4 zum Sieg

Auch im vierten Duell bestimmten die Pinguine die Anfangsphase und provozierten durch aggressives Forechecking schon in der zweiten Minute den dritten Fehlpass der Münchner in der eigenen Zone. Christoph Körner bekam die Scheibe auf den Schläger und erzielte mit einem sehenswerten Abschluss das 1:0. Die RedBulls taten sich in der Folge weiter schwer und fanden wieder nicht zu ihrem Spiel. Erst nach der Pause änderte sich das. Brooks Macek mit doppelten Abstauber und München hatte das Spiel gedreht. Doch auch diese Führung hatte nicht lang Bestand. Als Seidenberg nur noch wenige Sekunden in der Kühlbox saß, checkte Keith Aulie Jason Bast in Bandennähe und musste dafür frühzeitig duschen gehen. Bast kam später auch nicht zurück aufs Eis. In doppelter Überzahl trafen die Norddeutschen durch Jan Urbas zum Ausgleich, konnten aber danach in über vier Minuten Überzahl keine weiteren Akzente setzen. München hatte gar in dieser Phase die besseren Chancen. Also musste mal wieder der Schlussabschnitt entscheiden und da zeigten die Fischtown Pinguins gleich in der ersten Minuten, dass sie den Serienausgleich erzwingen wollten. Sie schnürten München in der 41. Minute komplett im eigenen Drittel ein, kamen aber von den Außenpositionen zu keinem gefährlichen Abschluss. Gefährlich wurde es dann auf der anderen Seite. Mauer mit einem Traumpass in den Lauf von Mads Christensen und der Däne mit eiskaltem Abschluss durch die Beine. Wenig später, ein 2-auf-1 Konter der Münchner, bei dem Hager die Scheibe geschickt am auf dem Eis liegenden Verteidiger vorbei zu Michi Wolf zirkelte, und Pöpperle war auch in Spiel 4 das vierte mal geschlagen(44.). Der EHC verwaltete den Spielstand bis in die Schlussphase und erzielte das ENG nur wenige Momente nach dem es Bremerhaven mit sechs Feldspielern versuchte.

Damit war der 3. Sieg perfekt und die Tür zum Halbfinale ist weit auf. Um sich einen weiteren Ausflug in den Norden zu ersparen, sollten die Münchner in Spiel 5 (Freiatg 23.03. ab 19:15Uhr live auf radio-oberwiesenfeld.de) einmal versuchen drei gute Drittel zu spielen. Aber „der letzte Sieg ist immer der schwerste“, betonte der Kapitän Michi Wolf vorab.

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