Derbysieger, Derbysieger!

Heute hieß es zum ersten Mal: EHC München gegen Jochen Reimer. Das dachte man zumindest. Doch schon ab dem ersten Drittel hieß es nur noch: Nürnberg gegen Florian Hardy. Der französische Schlussmann gewann das bayerische Derby fast im Alleingang.

Doch zunächst das Spiel von vorne.

München startete wie immer. Vollgas nach vorne, aber leider ohne Erfolg. Den hatten dann die Hausherren.  Im Powerplay hielt zunächst Hardy gegen Reinprecht glänzend, doch dann hatte er im selben Angriff gegen den strammen Schuss von Jaspers nichts dagegenzusetzen. Völlig unbedrängt schlug der Puck über der Fanghand im Tor ein.

Der EHC wachte durch das Tor erst recht auf und drückte auf den Ausgleich. Roe schnappte sich im eigenen Drittel den Puck, spielte ihn erst Boyle zu, bekam ihn wieder, spielte ihn zurück zu Boyle, Boyle spielte ihn dann auf Christensen, der gab ihn sofort weiter an Roe, der schon im Nürnberger Drittel war, und der legte ihn an Reimer vorbei ins lange Eck.

Das zweite Drittel war mal wieder ein typisches zweites Drittel des EHC. Die IceTigers drückten und kamen wiederum zur Führung durch Nowak. Hardy war die Sicht verdeckt und die Scheibe rutschte ihm irgendwie unter dem Ärmel durch. Mit der Führung der Hausherren ging es in die 2. Pause.

Nach nur 19 Torschüsse in den ersten zwei Dritteln gab der EHC nur im letzten Drittel nochmal 19 Schüsse ab. Und einer davon war unglaublich wichtig.

Don Jackson setzte alles auf eine Karte und nahm Hardy 6:47 vor Schluss vom Eis. Es war eine hektische Phase, kurzzeitig spielte man mit 4 gegen 3, durch Jacksons Husarenstück kurzzeitig mit 5 gegen 3 und dann mit 6 gegen 5. Nürnberg brachte die Scheibe nicht ins verwaiste Tor. Und so kam es wie es kommen musste, Brophey stochert im Slot umher, Sparre steht am langen Pfosten und schiebt das Ding zum Ausgleich an Reimer vorbei ins Tor.

Hardy durfte wieder aufs Eis und vereiltelte mehrere Male Alleingänge der Nürnberger, die völlig frei vor seinem Tor auftauchten. Durch seine Paraden rettete er den EHC in die Overtime, in der er auch wieder in höchster Gefahr rettete.

Im folgenden Penaltyschiessen stand Hardy wieder seinen Mann. Als Daniel Sparre zum 8. Penalty antrat, wurde im Radio prophezeit: “Den schiebt er dem Reimer unter den Beinen durch.” Und genau so kam es, Sparre versenkte das Ding, München holte das Ding und es hieß zum zweiten Mal: DERBYSIEGER DERBYSIEGER, HEY HEY!

Am Sonntag geht’s gegen die Tigers aus Niederbayern, zum hoffentlich nächsten Derbysieg.

2014-10-17 Thomas Sabo Ice Tigers - EHC Red Bull München

Titelbild: Hockey Moments

 

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