Besinnliches Derby

Ein besinnliches Derby. Kann es sowas überhaupt geben? Ich glaube nicht, denn wenn am 2. Weihnachtsfeiertag der EHC München auf die Panther aus Augsburg trifft, dann wird es alles andere als besinnlich. Des Weiteren haben die Münchner noch eine Rechnung offen, aber eher mit sich selber als mit dem Gegner, denn das Spiel gegen den AEV vom 03.11. haben die Cracks aus bayerischen Landeshauptstadt selbst aus der Hand gegeben. Man führte bereits mit 2:1 nach dem zweiten Drittel und musste sich am Ende doch noch mit 3:5 geschlagen geben.

Vielleicht war man sich nach dem deutlichen 5:2 bei den Schwaben zu sicher. Außerdem fiel das Ergebnis in die Zeit in der es bei dem Team noch nicht so rund lief wie jetzt. Doch das sieht jetzt mittlerweile anders aus. Acht der letzten zehn Spiele konnte der EHC für sich entscheiden. Dabei konnte man 27 von 30 möglichen Punkten einfahren und nähert sich so langsam aber sicher den Plätzen für den direkten Weg ins Viertelfinale.

Nachdem man sich von Sean O’Connor (mittlerweile bei den Wild Wings) und Jon DiSalvatore (ging zurück in die AHL zu Syracuse Crunch) getrennt hat läuft es nun. Man zeigt mittlerweile den nötigen Einsatz um die Spiele auch zu gewinnen und die Spieler geben auf dem Eis wirklich alles. Sie laufen wie sie, gerade in der schwachen Phase, vorher nicht gelaufen sind. Das war gerade beim Heimspiel gegen Düsseldorf zu sehen. Hier wurde der Gegner nach zwei unnötigen Niederlagen (0:4 in München, 1:2 in Düsseldorf) ernst genommen und man konnte das Spiel mit 5:2 für sich entscheiden. Man dominierte das Spiel, auch wenn die DEG lange Zeit im Spiel blieb und im zweiten Drittel immer wieder heran kommen konnte. Im letzten Spielabschnitt machte man schließlich den Sack zu.

Jetzt kommt es zum großen Weihnachts-Derby zwischen dem EHC und dem AEV (am 26.12. ab 16:15 Uhr bei uns live). Dabei treffen beide Teams zum 16. mal aufeinander und München konnte von diesen Spielen acht für sich entscheiden (Bilanz) und mit 45:37 Treffern sieht die Torbilanz auch ganz ordentlich aus.

In den letzten Jahren war es oft ein ehemaliger Augsburger, der im Münchner Dress bei den Derbys auffiel. Martin Schymainski traf gerne gegen sein ehemaliges Team. Auch Uli Maurer konnte schon öfter gegen Augsburg punkten. Wer erinnert sich nicht gerne an den Treffer zum zwischenzeitlich 2:0, beim 5:0-Sieg in der wirklich vollen “Vollen Halle”? Er wird sicher diesmal wieder besonders motiviert sein um seinen ehemaligen Club zu zeigen, dass es ein Fehler war ihn gehen zu lassen. Dazu läuft es beim Uli wieder. In den letzten drei Spielen konnte er 5 Punkte erzielen (4 Tore / 1 Assist) und kletterte damit in die Top 4 der punktbesten EHC-Spieler mit 19 Punkten. Wenn er so weiter punktet wird das die beste Ausbeute seiner DEL-Karriere und dazu fehlen noch vier Zähler. Das sollte in den verbleibenden 21 Spielen zu schaffen sein.

Die Tabellensituation verspricht ein spannendes Derby. München will an Platz 6 dran bleiben und Augsburg muss seinen knappen Vorsprung auf dem letzten Platz der Playoff-Ränge verteidigen, denn die Panther haben gerade einmal zwei Punkte Vorsprung auf Platz 11 und da lauern die Straubing Tigers. Dazu wollen sie sicher die bittere 0:7-Niederlage in Mannheim wieder gut machen. Aber wenn der EHC genauso spielt wie gegen Düsseldorf und den Gegner ernst nimmt, dann sollten drei Punkte drin sein und Augsburg nicht lange im Spiel bleiben. Doch die DEL ist eng und man kann vorher nie genau sagen was passiert. Jeder kann jeden schlagen, auch die Panther die Bullen.

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